Lise-Meitner-Gymnasium > Aktuelles > Leistungsbewertung und Versetzung

Liebe Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler,
hier finden Sie/findet ihr wichtige Informationen zur Leistungsbewertung und zur Versetzung:

Leistungsbewertung
Für die Stufen 5-EF gilt grundsätzlich: Es werden bis zu den Sommerferien keine Klassenarbeiten bzw. Klausuren geschrieben.  Jedoch gilt: „Die Leistungsbewertung bezieht sich auf die im Unterricht vermittelten Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten (§ 48 Absatz 2 SchulG NRW). Die während der gegenwärtigen Zeit des Ruhens des Unterrichts bearbeiteten Lernangebote werden – ebenso wie Hausaufgaben – daher in aller Regel nicht benotet. Sie können aber durch die Lehrerinnen und Lehrer überprüft und für die weitere Arbeit im Unterricht ausgewertet werden.
Für die jetzt anstehende Phase der Wiederaufnahme des Unterrichtsbetriebs werden wir darauf hinwirken, dass gute Leistungen, die während des Lernens auf Distanz erbracht worden sind und noch erbracht werden, auch zur Kenntnis genommen werden und in die Abschlussnote im Rahmen der Sonstigen Leistungen im Unterricht miteinfließen können. Nicht erbrachte oder nicht hinreichende Leistungen hingegen werden nicht in die Zeugnisnote einbezogen. Wir berücksichtigen hierbei den Umstand, dass es in dieser Zeit individuelle Situationen geben kann, die dazu führen, dass Aufgaben nicht so erledigt werden können wie es im Präsenzunterricht ggf. möglich gewesen wäre. In diesen Fällen werden Lehrkräfte vor allem gezielt beraten und unterstützend aktiv werden, auch hinsichtlich geeigneter Strategien, um Lernziele noch zu erlangen.
Erprobungsstufe (Jgst. 05/06)

Die Versetzung von der Jahrgangsstufe 05 in die Jahrgangsstufe 06 erfolgt automatisch, da die Klasse 5 und 6 eine pädagogische Einheit bilden und Eltern und Lehrkräfte die Entwicklung des Kindes in Ruhe beobachten können. Bei der Versetzung von der Jahrgangsstufe 06 in die Jahrgangsstufe 07 wird im regulären Fall die endgültige Entscheidung über den Verbleib eines Kindes am Gymnasium nach zweijähriger Beobachtungs- und Erprobungsphase am Ende der 6. Klasse gefällt. Erst dann wird nach eingehender Beratung mit den Eltern und den Kindern gemeinsam eine Entscheidung darüber getroffen, welche Schulform für eine erfolgreiche Schullaufbahn für das Kind die richtige ist. Auch hier gibt es zu Corona-Zeiten eine Sonderregelung:
Sie können zunächst davon ausgehen, dass in der augenblicklichen Situation auch die Schülerinnen und Schüler der Stufe 6 in die nächsthöhere Stufe übergehen. In den Fällen, in denen die Erprobungsstufenkonferenz zu dem Ergebnis gekommen ist, dass ein Schulformwechsel mit Blick auf die Gesamtentwicklung des Kindes sinnvoll erscheint, haben wir bereits eine Schulformwechselempfehlung ausgesprochen. Eltern werden dann intensiv von uns beraten und entscheiden dann, ob sie dieser Empfehlung nachkommen oder nicht.

Mittelstufe (Jgst. 07-08)
Auch in diesen Jahrgangsstufen wird es im laufenden Schuljahr keine weiteren schriftlichen Leistungsüberprüfungen geben. Alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 07 und der Jahrgangsstufe 08 werden in die nächst höhere Jahrgangsstufe versetzt. Dies gilt auch für diejenigen Schülerinnen und Schüler, die aufgrund der Noten ein zweites Mal am Ende der Jahrgangsstufe nicht versetzt würden. Bei der Notenfindung zum Schuljahresende wird die Gesamtentwicklung der Schülerin bzw. des Schülers berücksichtigt.
Aus dem Regelungsinhalt zu den Ausbildungs- und Prüfungsverfahren der Verordnung ergeben sich zum Teil nicht unerhebliche Konsequenzen für die weitere Schullaufbahn. Es gilt zu beachten, dass mit dem Übergang in die Jahrgangsstufe 9 die Schulform nicht mehr gewechselt werden kann.
Die Zeugniskonferenz kann den Verbleib in der bisherigen Klasse empfehlen, wenn die Schülerin oder der Schüler dadurch besser gefördert werden kann. Die Klassenlehrerin oder der Klassenlehrer unterrichtet und berät die Eltern über diese Empfehlung.
Zudem besteht gegebenenfalls die Möglichkeit der freiwilligen Wiederholung auf schriftlichen Antrag der Eltern, der bis zu den Zeugniskonferenzen vorliegen muss.
Mittelstufe (Jgst.09)
Eine Besonderheit stellt die Jahrgangsstufe 09 der Mittelstufe dar, denn die Schülerinnen und Schüler dieser Jahrgangsstufe erhalten am Ende der Klasse 09 mit ihrer Versetzung einen Abschluss und sind damit berechtigt, in die gymnasiale Oberstufe überzugehen (vgl. § 50 Absatz 6 SchulG NRW). Hier gilt: Die Versetzung von der Jahrgangsstufe 09 in die Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe (EF) findet auf der Grundlage der Leistungen im zweiten Schulhalbjahr und der Gesamtentwicklung während des ganzen Schuljahres unter Einbeziehung der Zeugnisnote im ersten Halbjahr der Klasse 09 statt. Es handelt sich also quasi um eine „normale“ Versetzung.  Ggf. müssen hier von der jeweiligen Schülerin/dem jeweiligen Schüler in der verbleibenden Zeit bis zu den Sommerferien zusätzliche schriftliche, mündliche oder auch praktische Leistungen erbracht werden, mit dem Ziel die Noten zu verbessern, um versetzt zu werden. Auch hier werden Sie und Ihr Kind von den Fachlehrerinnen und Fachlehrern intensiv beraten.
Im Fall einer Nichtversetzung gilt auch hier eine Sonderregelung nach § 44f Nachprüfung und Verbesserungsprüfung:
Eine Zulassung zur Nachprüfung erfolgt in den Fällen auch dann, wenn die Verbesserung um eine Notenstufe in mehr als einem Fach erforderlich ist, um einen Abschluss oder eine Berechtigung zu erwerben. Es finden dann mehrere Prüfungen statt. Die Prüfungsaufgaben sind dem tatsächlich erteilten Unterricht in der jeweiligen Klasse zu entnehmen. Eine Nachprüfung ist auch in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch möglich.
Gymnasiale Oberstufe: Einführungsphase (EF)
Die Benotung in der EF setzt sich aus den bereits geschriebenen Klausuren sowie aus den Leistungen im Rahmen der Sonstigen Mitarbeit im Präsenzunterricht (bis zum 13.03. sowie ab dem 26.05.) zusammen. Gute Leistungen, die während des Lernens auf Distanz erbracht worden sind und noch erbracht werden, werden zur Kenntnis genommen und können in die Abschlussnote im Rahmen der Sonstigen Leistungen im Unterricht (also in die „Somi-Noten“) miteinfließen.
Abweichend von §9 der Ausbildungs- und Prüfungsordnung Gymnasiale Oberstufe gehen Schülerinnen und Schüler, die im Schuljahr 2019/2020 die Einführungsphase besuchen, ohne Versetzung in die Qualifikationsphase über.
Sollte Ihr Kind trotz mehrerer mangelhafter Leistungen oder insgesamt mit einem äußerst schwachen Notenbild versetzt werden, werden wir von schulischer Seite das Beratungsgespräch mit Ihnen suchen und mit Ihnen und Ihrem Kind überlegen, ob eine Fortsetzung der Schullaufbahn in der Q1 sinnvoll ist.
Auch die Einführungsphase (die erste Jahrgangsstufe der gymnasialen Oberstufe (EF)) ist mit einem Abschluss verbunden (Mittlerer Bildungsabschluss). Auch hier gilt: Wer am Ende der Einführungsphase die Voraussetzungen zur Erlangung des Mittleren Bildungsabschlusses nicht erfüllt, kann diesen Abschluss durch Nachprüfungen (auch ggf. in mehreren Fächern) erlangen. Frau Köppen und Herr Goetz, unsere Beratungslehrkräfte dieser Stufe, stehen Ihnen und Ihrem Kind für etwaige Fragen gerne zur Verfügung, ebenso Herr Gehrke, unser Oberstufenkoordinator.
Grundsätzlich gilt zudem: Auf Wunsch kann Schülerinnen und Schülern, die Möglichkeit eingeräumt werden, durch zusätzliche Leistungsnachweise (schriftlich, mündlich) ihre Leistungen zu verbessern.
Gymnasiale Oberstufe: Qualifikationsphase (Q1)
Wie in normalen Zeiten, so gehen die Schülerinnen und Schüler von der Q1 ohne Versetzung in die Q2 über. Die Benotung in der Q1 setzt sich aus den bereits geschriebenen bzw. noch zu schreibenden Klausuren sowie aus den Leistungen im Rahmen der Sonstigen Mitarbeit im Präsenzunterricht zu gleichen Teilen zusammen. Die erbrachten Leistungen im Rahmen des Lernens auf Distanz werden dabei ebenfalls berücksichtigt. Auch hier gilt, dass ausschließlich positive Leistungen zur Kenntnis genommen und in die Abschlussnote im Rahmen der Sonstigen Leistungen einfließen können. Im Einzelfall können (hier) Feststellungsprüfungen von den Lehrkräften angesetzt werden.
Auch für die Q1 gilt zudem: Auf Wunsch kann Schülerinnen und Schülern, die Möglichkeit eingeräumt werden, durch zusätzliche Leistungsnachweise (schriftlich, mündlich) ihre Leistungen zu verbessern.
Wichtige Links
Verordnung zur befristeten Änderung von Ausbildungs- und Prüfungsordnungen: hier.
Schulmails des Ministeriums für Schule und Bildung/FAQ: hier.
Erwerb und die Zuerkennung von Abschlüssen am Ende der Einführungsphase:hier.
Regelungen zur Versetzung EF in die Q1: hier.