Am Montag, dem 9.3.26 nahmen sich der evangelische Religionskurs 10 sowie Frau Schulz und Herr Külkens Zeit, um der Mitbürger und Mitbürgerinnen aus Anrath zu gedenken, die in den 1930 und -40er Jahren ihren letzten bekannten Wohnsitz in Anrath hatten. Dafür haben wir Kurzbiographien verlesen, die Schüler und Schülerinnen des LMG in einem Projektkurs Geschichte vor ein paar Jahren mit Hilfe des Stadtarchivs verfasst haben.
Diese Anrather wurden allein wegen ihrer jüdischen Abstammung in verschiedene Internierungs- und Konzentrationslager in Richtung Osteuropa deportiert, wo sie dann bald oder zu unbekanntem Zeitpunkt verstarben und sich ihre Spur für immer verlor. Nur wenigen gelang es noch rechtzeitig, Deutschland als Flüchtling zu verlassen.
Die sogenannten Stolpersteine sind kleine, in den Bürgersteig eingelassene Gedenktafeln, die der Künstler Günter Demnig seit 1992 in Deutschland und weiteren Orten in Europa verlegt. Sie machen mittlerweile mehr als 100.00 Stück aus und gelten als das größte dezentrale Mahnmal der Welt. Da sie aus einer Messinglegierung bestehen, laufen sie durch die Witterung dunkel an und müssen geputzt werden, damit sie wieder auffallen und an die Menschen erinnern, deren Namen darauf festgehalten sind.



